Delphic
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15/01/10„Wir sind echte Nerds“ sagen die Mitglieder der aktuell hippsten Band aus Großbritannien von sich selbst. Sie haben eine Leidenschaft für Techno und gehen gerne mal auf einen Rave. Zum Tanzen haben die vier Jungs aber keinen Bock, eher zum Rumstehen und Diskutieren über die Frequenzen. Sagen sie. Soso.
Diese selbsternannten Nerds kommen aus Manchester, nennen sich Delphic und sind: James Cook (Gesang), Matt Cocksedge (Gitarre), Rick Boardman (Keyboards) und Dan Theman (Schlagzeug). Sie haben es bereits auf die BBC-Liste „Sound of 2010“ geschafft. In diese, jährlich von schlauen britischen Musikjournalisten erstellte Liste zu kommen, ist schon mal eine Ehre. Sogar Mike Skinner bloggte bereits über das Quartett, was natürlich noch cooler war.
Ende Januar erschien Delphics Debütalbum „Acolyte“. Kurz vor den Aufnahmen dazu wurde den Jungs regelrecht die Bude eingerannt. Zig Plattenfirmen wollten was mit den Newcomern machen. Einmal rief sogar Chris Martin von Coldplay höchstpersönlich an. Ein Freund des Sängers hat ein Label und der schickte einfach seinen berühmten Kumpel vor, um Delphic für sich zu gewinnen. Hätte er sich sparen können. Die Jungs zogen ihr eigenes Ding durch. Musikalisch gesehen ist das kreativer Indie-Elektro, irgendwo zwischen New Order und Bloc Party.
Zu ihren Vorzeigesongs zählen zweifelsohne „Doubt“ und „This Momentary“. Das Video zu „The Momentary“ wurde in der Sperrzone von Tschernobyl gedreht. Delphic stehen auf die Kombination aus Bildern und Musik. Klassische Bandvideos finden sie langweilig, lieber machen sie Ungewöhnliches, denn Musikvideos sind für die vier aus Manchester Kunst. Klar, dass Delphic deshalb auch Lieblingsclips haben, so wie das abgedrehte „Windowlicker“ von Aphex Twin und „All The Single Ladies“ von Beyoncé. Ja, Beyoncé. Wer hätte das gedacht.
Auch wenn der 80er-Jahre-reloaded-Sound nicht unbedingt ganz neu ist – es tut irgendwie ganz gut, neben dem manchmal doch etwas schrillen La Roux-Gesang, jetzt auch mal wieder eine männliche und unaufgeregte Stimmen zu hören. Danke schon mal dafür James Cook.






